Über 60 % aller in den modernen Industriestaaten auftretenden Krankheiten lassen sich zumindest anteilsweise auf eine Fehlernährung (Mangel an bestimmten Vitaminen, hoher Kaloriengehalt) zurückführen. Eine der Hauptursachen dieser Fehlernährung liegt in dem zu hohen Anteilen an Fett (gesättigte und trans-Fettsäuren) Salz und Zucker (Mono- und Disaccharide) in der Nahrung. Mit dem gesellschaftlichen Wandel ist eine drastische und anhaltende Veränderung des Ernährungsverhaltens der Konsumentinnen und Konsumenten zu beobachten. Während die Zunahme an TV-Kochshows auf ein vermeintlich steigendes Interesse am Kochen hinweist, bereiten immer weniger Menschen ihre Mahlzeiten zu Hause zu (Europäisches Paradox). Dieser Trend hin zu verarbeiteten und Fertiggerichten stellt eine große Herausforderung für die Lebensmittelindustrie dar. Von den Produkten wird einerseits eine hohe Qualität und Sicherheit erwartet, andererseits ist die Einhaltung geringer Kosten maßgeblich für den wirtschaftlichen Erfolg.

Fett (gesättigte und trans-Fettsäuren), Salz und Zucker erfüllen sowohl in der Lebensmittelverarbeitung als auch im menschlichen Stoffwechsel wichtige Funktionen. Auch zur Ausprägung der sensorischen Eigenschaften eines Nahrungsmittels spielen dessen Salzigkeit und Süße eine große Rolle. Der übermäßige Konsum dieser Nahrungsmittelkomponenten führt in den Industrieländern jedoch zunehmend zu gesundheitlichen Problemen.

In den letzten Jahren wurden sowohl von industrieller als auch von der wissenschaftlichen Seite her viele Anstrengungen unternommen, dem Problem zu hoher Fett-, Salz- und Zuckergehalte in Lebensmitteln zu begegnen, jedoch bisher nur mit mäßigem Erfolg. So bestanden die bisherigen Lösungsversuche zur Eindämmung der oben beschriebenen Fehlernährung entweder in Ernährungsempfehlungen (z.B. „low carb“) oder dem Ersatz energiehaltiger Nahrungskomponenten, z.B. durch Süßungsmittel. Der Einsatz von Austauschstoffen eröffnet der Lebensmittelindustrie günstige Möglichkeiten zur Zucker-, Salz- und Fettreduktion, da bei der Herstellung entsprechender neuer Produkte nur geringe Kosten im Hinblick auf die Investition in Geräte und Inhaltstoffe anfallen. Aufgrund zu großer Geschmacksveränderung im Vergleich zum Originalprodukt war es jedoch für die meisten solcher neu entwickelten Lebensmittel schwierig, eine ausreichende Akzeptanz bei den Verbrauchern zu erreichen.

Im PLEASURE Projekt sollen für die beschriebenen Herausforderungen erstmalig verfahrenstechnische Lösungen gefunden werden.

Project flyer    
Public deliverables

Pleasure movie

1st Pleasure newsletter

2nd Pleasure newsletter

3rd Pleasure newsletter
Follow us on:

This project has received funding from the European Union’s Seventh Framework Programme for research, technological development and demonstration